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Für die diesjährige Wildwasserwoche stand ein Ortswechsel an. Es sollte nicht, wie in den Jahren zuvor, der Inn und seine Nebenflüsse im schönen Engadin bei Schuls gepaddelt werden, vielmehr wurde das Basiscamp 2008 etwas weiter unten im benachbarten Tirol in Österreich aufgeschlagen. Für dieses Highlight im Vereinsjahr fanden sich diesmal lediglich 5 Paddler zusammen, die aber nicht weniger heiss darauf waren es in der Woche ordentlich krachen zu lassen. Mit von der Partie waren unserer Tourenleiter Michi, Ruedi, Martin, Häuptling Kurt und Rookie Marco. 
Michi, Ruedi und Martin schlugen bereits am Samstag auf dem Camping Platz in Prutz bei Landeck die Zelte direkt am Innufer auf und stiegen am Sonntag mit der Sanna sowie der Tösener Schlucht des Inns ein um sich schon mal warm zu paddeln. Kurt und Marco reisten erst am Sonntagabend an und kamen im Regen in Prutz an. Die Stimmung war gedämpft. Aber die Akteure liessen sich ihre Stimmung nicht durch das schlechte Wetter vermiesen. Darum ging es auch am Sonntag Abend ins Restaurant Rose in Prutz um in der warmen und trockenen Gaststube auf andere Gedanken zu kommen. Dies war aber gleich zu Beginn ein R(h)einfall, da es nicht wirklich warm war und das Essen auch nicht gerade kulinarische Hochgenüsse verbreiten mochte. Aber es blieb der einzige Abend an dem die Jungs schlecht essen sollten… 
Am Montag nachdem alle ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, riss die Wolkendecke auf und die Sonne zeigte sich immer wieder. Zum Warmwerden beschloss man die Imster Schlucht zwischen Imst und Haiming zu paddeln. Also, Boote aufs Dach, Paddelklamotten ins Auto und los ging es. Durch die Regenfälle am Wochenende hatte der Inn auf dem genannten Streckenabschnitt ordentlich Wasser. Marco war schliesslich gleich beim ersten Schwall von den grossen Wellen so angetan, dass er seine erste Schwimmübung einlegte, da das Rollen in den grossen Wellen nicht so ganz klappen mochte. Das Rettungsteam war aber sofort zur Stelle und nach ein paar wertvollen Tipps vom Tourenleiter konnte die Fahrt dann auch ohne weitere Zwischenfälle bis Haiming fortgesetzt werden und der Spass mit den grossen Wellen stand für alle im Mittelpunkt.
Am Nachmittag liessen es sich unsere drei Erfahrensten - Michi, Ruedi und Kurt - nicht nehmen, sich noch auf der Sanna auszutoben. Martin und Marco übernahmen den Fahr- und Fotoservice - zumindest so weit der Plan. Die Drei wurden an der Einbootstelle abgesetzt, an der wir kurz zuvor drei andere Paddler aus Deutschland losfahren sahen, und fuhren Richtung Pianser Schwall, um die Drei bei ihrem Ritt abzulichten. Kurz nach dem "Schiefen Eck" sahen Martin und Marco allerdings schon zwei der drei Paddler am Strassenrand mit nur einem Boot. Wir entschlossen kurzer Hand anzuhalten und nach dem Rechten zu fragen. Ganz aufgeregt berichtete man uns, dass man ein Boot und einen Mann verloren habe. Wir entschlossen zu helfen. Luden also das eine Boot aufs Dach und die beiden Jungs - Malte und Friedemann - ins Auto und suchten den dritten Mann, der dem Boot hinterher war. Ohne Erfolg den Dritten oder das verlorene Boot gesichtet zu haben, setzten wir die beiden Jungs mit Boot am Campingplatz in Landeck ab und tauschten die Telefonnummern aus. Auch ein Anruf bei Ruedi hatte keinen Erfolg, ob sie den dritten Mann unterwegs gesichtet hätten. An der Ausbootstelle wartete bereits Michi. Ruedi war bereits wieder weg um Kurt einzusammeln, der die Fahrt unterwegs abgebrochen hatte. Als alle wieder zusammen waren, stellte sich auch heraus, dass Ruedi unterwegs den dritten, verloren gedachten Paddler aufgesammelt hatte und alles in Ordnung war. Von da an trafen wir die drei Deutschen, Ingo, Malte und Friedemann, eigentlich täglich mindestens einmal auf unseren Touren. Sie wurden zu ständigen Begleitern…
Bevor es auf den Zeltplatz zurück ging, wurde die Landecker Schlucht des Inn noch unter die Lupe genommen. Dabei stand die Fachsimpelei ganz weit im Vordergrund. Es sei an dieser Stelle vorweggenommen, dass die Landecker Schlucht in dieser Woche nicht mehr gepaddelt wurde - Warum eigentlich nicht???...
Am zweiten bzw. dritten Tag, das Wetter hatte sich schon wieder verschlechtert - es regnete und es war sau kalt (12 Grad am Morgen) - stand nochmal die Imster Schlucht auf dem Programm, da es bei den Wasserständen an Alternativen mangelte. Wir fanden weniger Wasser auf der Imster Schlucht vor, so dass der Spassfaktor leider auch geringer als am Vortag war. Nichts desto trotz fand Marco eine Stelle mit fiesen Verschneidungen um die tägliche Schwimmübung einzulegen - und nur weil er nicht auf Michi hören wollte und Martin blind hinterher gepaddelt war. Da der Trip bis Haiming zeitlich sehr kurz ausfiel und wir etwas früher unterwegs waren als am Vortag, beschloss man noch 2 km weiter zu einer angeblich lohnenswerten Surfwelle zu paddeln. Dort angekommen versuchte Ruedi schon die Welle zu bezwingen, da er vor den anderen vor Ort war, weil er das Auto umgestellt hatte. Alle versuchten immer wieder ihr Glück die Welle zu surfen, was nicht gerade einfach war, da man die Welle richtig anfahren musste und sie im richtigen Moment erwischen musste. Nur Marco, dem vom Schwimmen etwas kalt war, schaute sich das ganze zunächst von der Brücke oberhalb der Welle am Crazy Eddy in Silz an. Erst später versuchte auch er sein Glück und erwischte die Welle bei seinem zweiten und dritten Versuch zu zwei richtig langen Ritten auf der Welle. Und zum Abschluss des Tages trafen dann auch unsere drei Paddeljungs vom Vortag an der Welle ein, deren Versuche aber alle kläglich scheiterten. Durch die Anstrengungen des Tages am beschriebenen Playspot freuten sich alle auf das Abendessen und wir liessen eingehüllt in warme Sachen den Tag auf dem Campingplatz ausklingen.


Mittwoch, das Wetter hatte sich deutlich gebessert, entschied Michi nach dem Frühstück Richtung Ischgel aufzubrechen um dort in die Trisanna einzubooten. Nach ein paar Bewegungsübungen zum Warmwerden auf dem Parkplatz bei der Einbootstelle fanden wir bei schönstem Sonnenschein einen äusserst steinigen Bach mit wenig Wasser vor. Es sollte eine lange Fahrt werden - 18km Steine pur. Bei der Besichtigung einer technisch anspruchsvollen IV Stelle trafen wir auch wieder - wie sollte es auch anders sein - die drei Deutschen. Diese bestaunten wie Martin, Kurt, Ruedi und Michi, die Stelle sauber meisterten. Kurz vor Schluss kam dann jedoch eine Stelle an der man beschloss, diese zu umtragen. Dafür mussten alle an der Befestigungsmauer der Trisanna hochklettern und die Boote mussten mit einem Seil herausgezogen werden. Nach dem kurzen Umtragen setzen Ruedi, Martin, Kurt und Marco die Fahrt ohne Michi fort. Dabei klemmte Martin sich den Daumen und Marco legte eine weitere Schwimmeinheit, durch ein dummes Missgeschick ein. Martin brach dann auch die Weiterfahrt ab, so dass nur Ruedi, Kurt und Marco die ganze Strecke zu Ende paddelten. An der Ausbootstelle trafen dann wenig später unsere drei unfreiwilligen Wegbegleitern zu einem Schwätzchen ein.

Es war der Tag für die Sanna gekommen! Endlich führte die Sanna nur noch soviel Wasser, dass alle auf der Sanna auf ihre Kosten kommen sollten. Nach einem ausgedehnten Frühstück mit allem Drumm und Dran, machten wir uns über Landeck und Pians zur Einbootstelle auf. Für die Sanna erklärte sich Ruedi für Marco als Vorfahrer und Aufpasser bereit. Gleich bei der Einbootstelle warteten zwei üble Eisenträger im Fluss auf uns, die aber weiträumig umfahren wurden. Danach aber konnte man sich auf die sehr abwechslungsreiche Sanna mit ihren Schwällen, Walzen und Kehrwässern - welche die einen von uns spielerisch, andere wiederum mit einem Puls von 180 durchführen - freuen. Nach der absolut kurzweiligen Fahrt von 1 ½ Stunden entschloss man sich das ganze direkt nochmal zu machen, denn die Devise lautet: Second Run, Double Fun! Und so war es dann auch in der Tat beim zweiten Ritt, so dass alle in der Beiz, in die wir anschliessend einkehrten, mit Glückshormonen und Adrenalin vollgepumpt waren. Leider war es aber auch schon der Tag von Martins Abreise, so dass er uns nicht mehr zurück zum Zeltplatz begleitete. Da sich das Wetter endlich gebessert hatte und es auch wärmer wurde, kam endlich der Grill auch mal zum Einsatz. Dazu würde neben der vorhandenen Holzkohle auch gut Holz gesammelt, damit das Feuerchen bis in die Nacht brennen konnte.



Das Frühstück am Freitag wurde äussert früh eingenommen, da wir uns für 10 Uhr einen Ort neben Prutz zum Bogenschiessen angemeldet hatten. Dabei stellten sich Ruedi und vor allem Kurt als direkte Nachfahren von Robin Hood heraus! Das Wetter war fantastisch: Blauer Himmel, Sonnenschein und angenehme 28 Grad. Gegen Mittag paddelten dann Ruedi, Kurt und Marco die Tösener Schlucht oberhalb vom Campingplatz, so dass am Nachmittag noch genügend Zeit blieb sich die Zeit am nah gelegenen Badesee mit Schwimmen, Frisbee, Lesen und nicht zu vergessen Jonglieren - Michi liess die Bälle während dieser Woche in jeder freien Sekunde kreisen - zu vertreiben.
Und da war auch schon der Samstag gekommen - der Tag der Abreise. Nach dem Frühstück und dem Packen entschied man sich nochmal für das Highlight der Woche: die Sanna. Gut gelaunt mit ein wenig Wehmut beim Blick zurück auf die vergangenen Tage nahm man noch eine Kleinigkeit in der Paddlerbeiz an der Ausstiegstelle zu sich bevor es dann wieder Richtung Heimat ging.
Als Fazit bleibt zu erwähnen, dass alle diejenigen Clubmitglieder die zu Hause geblieben sind, echt etwas verpasst haben. Vielleicht nicht unbedingt für den einen oder anderen was die gepaddelten Flüsse angeht, aber sicherlich den Spassfaktor, den die 5 Jungs die Woche über hatten. Vielen Dank für die absolut super Woche und bis zu unserer nächsten Tour oder zur Wildwasserwoche im nächsten Jahr!
Bericht: Marco Fotos: Marco, Kurt, Ruedi, Martin, Michi
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