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Auffahrt im Tessin

20. - 24. Mai 2009

Ruedi in Action
Auf dem Brenno (Paddler: Ruedi, Foto: Martin)

Am Mittwoch Abend traffen sich einige mutige Paddler (Peter, Manu, Ruedi, Damian und Martin) auf dem kleinen Zeltplatz Joghi e Bubu in Cadenazzo. Von dort wurden in den nächsten vier Tagen einige Abenteuer gestartet...

 

... am Donnerstag stürtzten sich die Paddler in die Fluten der Moesa. Sie hatte gut Wasser, und die Fahrt war genial. Nachdem die Stelle bei Sorte und die Strecke ab Kraftwerk gepaddelt wurde, stieg auch unser jüngstes Mitglied (Damian) zu. Kaum drei Paddelschläge später zerbrach auch schon das erste Paddel. Dank diesem Unglück kamen Ruedi und Martin zu einer extra Fahrt über die geniale Stelle unter der Autobahnbrücke.

"Einfach mir nach, es kommt eine kleine Stufe und danach eine kleine Walze!" - Wie sich herausstellte war die kleine Stufe eine grosse mit Schanze über den Stein und die Landung erfolgte in einer Wand aus Wasser, der kleinen Walze! Laughing

Nach dem die Autos wieder verstellt, ein Ersatzpaddel organisiert und alle heil die Moesa heruntergefahren waren, machten wir noch einen Abstecher an den Brenno. Ein kleines Stück dieses uns bis dato unbekannten Flusses wurde  von Ruedi und Peter auch gleich ausprobiert. Da war auch das zweite Paddel hin (Tip: Kauft nie ein teures Paddel, es lohnt sich kaum!).

Nach dem Nachtessen mussten wir ziemlich leise sein! Nein, nicht Lachen Manu, du weckst sonst den Zeltwart!

Zeltplatz

Bootsverlad 

Am Freitag änderte sich das Paddellager prompt in einen Familienausflug. Freundinnen und Freunde der Paddler mit Kollegen waren anwesend, und so gab es dennoch eine stattliche Zeltgruppe. Während die einen Biketouren und Städtereisen unternahmen machten sich die Paddler auf ins Maggiatal. Da angekommen wurde wie immer eine kleine Materialschlacht veranstaltet, und als alle eingekleidet auf dem Fluss waren, began es urplötzlich zu regnen!

Bereitmachen

Die Fahrt auf der Maggia gestaltete sich recht abwechslungsreich. Schwälle und ruhige Strecken wechselten sich im fünf Minutentakt. Kurz oberhalt bes Campings Piccolo Paradiso begann eine Strecke immer schwieriger werdender Stufen. Als wir ins Kehrwasser oberhalb der ersten Stufe fuhren, wurden wir Zeugen eines überraschenden und nicht alzu schönen Anblickes einiger nackter Sonnenanbeter... Nachdem auch diese Stelle gemeistert wurde sitiegen Damian, Manu und Martin beim Zeltplatz aus und gönnten sich ein Bad in den kalten Fluten der Moesa (ohne Neopren, versteht sich) und eine Glace. Als diese drei vor der Einfahrt zur Schlucht von Ponte Brolla die beiden unermüdlichen Paddler Peter und Ruedi wieder aufluden, erzählten diese nur noch von der einen Stelle, die nicht befahrbahr gewesen sei, ohne einen Schluck Wasser in den Mund zu kriegen. Surprised Eine solch schöne Stelle hätten sie auch noch nie zuvor befahren, schwärmten die beiden...

Jungs 

... Da Manuela bereits genug vom Paddeln hatte, brachte sie die Jungs an die Einbootstelle der Melezza. Dort eingebootet begann eine geniale Fahrt in der Abendsonne. Besonders Damian gefiel diese Strecke. Am Ende gab es dann auch noch so eine verzwickte Surfwelle, welche jeden Paddler zum kentern brachte! (Einer konnten wiederwillen und trotz diversen Versuchen wieder einmal nicht rollen!!!) 

Am späten Abend stiessen dann noch Ela und Lukas dazu, wobei letzterer nur übernachtete um sich am nächten Morgen irgendwo in die engen und felsigen Klämme zu stürzen.

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Am Samstag entschiden wir uns nach einem ausgiebigen Morgenessen (man beachte das begehrte Müesli) und einigen wachmachenden Kaffees erneut den Brenno zu Paddlen. Dieses Mal wurde aber auch das lange obere Stück gepaddelt. Am Anfang der Strecke wurde irgendwo das Boot von Peter beschädigt (Pyranha), wodurch es sich stets mit Wasser füllte. Trotz kapputem Paddel und Boot lies er sich nicht aus der Ruhe bringen.

Der Brenno wird gegen das Ende der Strecke immer schwieriger, und so konnte jeder dort aussteigen wo er sich nicht mehr sicher fühlte. Die letzten Stellen (inklusive dem Paddelbrecher) wurden nur noch von Peter und Ruedi gepaddelt. So entstanden dann für einmal auch diverse gute Fotos...

Maedels

Peter

Ruedi

Ela

Peter

Am Nachmittag (es war bereits 17 Uhr) wagten wir uns noch kurz auf die Moesa. Diese hatte jetzt ziemlich viel Wasser, und so wurde aus der kurzen Fahrt ein doch etwas längeres Abenteuer... Ein weiteres beschädigtes Boot, zwei Schwimmer und ein verkeiltes Boot, welches aber mit viel Geschick erfolgreich und ohne Probleme aus den Fluten der Moesa gerettet werden konnte.

Am Abend waren alle hundemüde und glücklich...

Wäscheleine

Am Sonntag war der Ausflug auch schon wieder zu Ende, und die Heimreise musste angetreten werden. Ausser für Manuela, welche noch einige Tage im Tessin blieb, und Ela, welche mit Luk weiterzog, führte die Reise die Paddler über den Lukmanier Pass. Auf der Bündner Seite des Passes trafen wir auch promt Michi, welcher mit den Kollegen aus der Kanuschule Versam unterwegs war, und einige Fotos der verrückten Paddler auf dem Medelser Rhein schoss. Martin fuhr über den Oberalp zurück in die Westschweiz und Peter und Ruedi fuhren auf ihrem dem Heimweg noch kurz den Glenner...

Dieses Wochenende hat allen Paddlern einen riesen Spass bereitet und die meisten freuen sich jetzt schon auf die Wildwasserwoche...

Bericht: Martin, Fotos: Peter, Ruedi, Manu und Martin